Österreich

Das Weinland Österreich prägt schon seit über 2.000 Jahren die Kultur und die Bevölkerung des Landes. Es ist zwar ein sehr kleines Weinland, angebaut wird auf einer Rebfläche von ungefähr 50.000 Hektar, dafür bietet es aber eine erstaunliche Vielzahl an weltbekannten Qualitätsweinen an.
Durch das optimale Klima im Land entstand ein großer Artenreichtum bei den Weinen. Ein Großteil der Weingebiete befindet sich in den östlichen und südöstlichen Gebieten, davon werden ca. 70 Prozent Weißwein und ca. 30 Prozent Rotwein angebaut.
In Österreich gibt es 4 Weinbauregionen, das Weinland Österreich, mit den Gebieten Niederösterreich und Burgenland, das Steirerland, Wien und das Bergland Österreich mit den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg. Diese Gebiete werden nochmals in 18 kleinere unterteilt (Wachau, Kremstal, Kamptal, Traisental, Wagram, Weinviertel, Carnuntum, Thermenregion, Neusiedlersee, Neusiedlersee-Hügelland, Mittelburgenland, Südburgenland, Wien, Süd-Oststeiermark, Südsteiermark, Weststeiermark, Leithaberg und Eisenberg).
Durch die Kombination idealer Klimaverhältnisse und geologischer Rahmenbedingungen entstanden Weine mit unverwechselbarem Charakter, von spritzigen, monumentalen Weißweinen bis zu charmanten, fruchtigen, gehaltvollen und langlebigen Rotweinen. Auch die Süß- und Schaumweine zählen zu den besten der Welt. Österreichs Wein eignet sich ideal als Speisebegleiter und ist zudem appetitanregend.

Seit dem Jahre 2003 gibt es gebietsspezifische Qualitätsweine, die sogenannten DAC-Weine (Districtus Austriae Controllatus). Zusätzlich zu den DAC-Weinen gibt es noch einige lokale Bezeichnungen, welche gesetzlich aber nicht geregelt sind. Dazu zählen Heuriger, Steinfeder, Federspiel und Smaragd.
International entscheidet man zwischen dem germanischen und romanischen Weinrecht. Beim germanischen Weinrecht (Österreich, Deutschland) steht eher die Sortenbezeichnung im Vordergrund, hingegen beim romanischen Weinrecht (Italien, Spanien, Frankreich) unterscheidet man die Weine nach der Herkunft.
Das österreichische Weingesetz unterscheidet drei Qualitätsklassen, welche noch weiter untergliedert sind. Tafelweine (Tafel- oder Tischwein, Landwein), Qualitätswein (Qualitätswein, Kabinett), und Prädikatswein (Spätlese, Auslese, Eiswein, Strohwein, Beerenauslese, Ausbruch, Trockenbeerenauslese).

In Österreich sind 22 weiße und 13 rote Rebsorten für die Produktion von Qualitätsweinen zugelassen.
Zu den weißen Rebsorten zählen: Bouvier, Chardonnay, Frühroter Veltliner, Furmint, Muskateller, Traminer, Goldburger, Grauburgunder, Sylvaner, Grüner Veltliner, Jubiläumsrebe, Muskat-Ottonel, Neuburger, Riesling, Müller-Thurgau, Rotgipfler, Roter Veltliner, Sauvignon Blanc, Scheurebe, Weißburgunder, Welschriesling, Zierfandler
Zu den roten Rebsorten zählen: Blauburger, Blauburgunder, Blauer Portugieser, Blauer Wildbacher, Blaufränkisch, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot, Ráthay, Roesler, St. Laurent, Syrah, Zweigelt

Das Klima in Österreich ist kontinental-pannonisch, mit kalten Wintern und heißen, trockenen Sommern mit eher kühleren Nächten. Die Böden sind sehr vielfältig, vom Granitboden im Kremstal und in der Wachau, im Weinviertel und im Donautal der Löss, in der Thermenregion Kalkboden und im Burgenland Schiefer-, Lehm-, Mergel-, Löss- und Sandböden.

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