Spanien

In Spanien wurden schon 4.000 vor Christus Reben kultiviert, doch erst als die Phönizier die Stadt Cádiz gründeten und noch später die Römer und Karthager mit dem Handel im Mittelmeerraum anfingen, begann der Aufschwung im Weinbau. Die Römer liebten den spanischen Wein und als Proviant für die römischen Soldaten kam er bis in die Bretagne, die Normandie und nach England. Doch nachdem die Araber im Jahre 711 n. Chr. Spanien eroberten, wurde der Weinbau nicht mehr gefördert. Sobald die Christen Spanien zurückeroberten, blühte der Weinanbau wieder auf. Im 19. Jahrhundert zerstörten der Mehltau und die Reblaus die Anbaugebiete und während der spanischen Bürgerkriege und Weltkriege erholte sich der Weinbau kaum.
Nach dem Jahre 1950 wurde der Weinbau neu belebt, doch man setzte mehr auf Tafelweine. Erst dreißig Jahre später stieg man so langsam auf Qualitätsweine um. Inzwischen wird auf einer Fläche von 1,2 Millionen Hektar angebaut.

Im Jahre 2003 wurde vom spanischen Parlament ein neues Weingesetz beschlossen. Die Verantwortung für die Qualitätsregelungen, die einzelnen Anbaugebiete und die Verantwortung für die Überprüfung der Einhaltung wird jetzt auf zwei Institutionen aufgeteilt und nicht mehr auf einer. Bei den Landweinen gibt es jetzt die Möglichkeit, fassgelagerte Weine mit abgestufter Bezeichnung, die mit den Qualitätsweinen vergleichbar sind, kenntlich zu machen. Als höchste Qualitätsstufe können künftig Weine aus Einzellagen definiert werden.

Das spanische Weinrecht unterscheidet in:

– Denominación de Origen (DO)
Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete
– Denominación de Origen Calificada (DOCa)
Qualifizierte Qualitätsweine
– Vino de la Tierra (VdIT)
Landwein, der keinen DO-Status hat
– Vino de Mesa (VdM)
Tafelwein

Spanische Weinbezeichnung

Die Weine werden erst freigegeben, sobald sie trinkreif sind. Es existiert ein System von Altersbezeichnungen, anhand welcher der Konsument schon auf dem Etikett das Alter erkennen kann.
– Joven: 1 Jahr
– Crianza: 2 Jahre
– Reserva: 3 Jahre
– Gran Reserva: 5 Jahre

Vom Klima her kann Spanien viel bieten, von Weinbauregionen mit nahezu subtropischen Verhältnissen, bis zu Anbaugebieten mit langen und sehr harten Wintern. Der Norden Spaniens mit dem atlantischem Klima ist gemässigt und relativ feucht. In der Mitte Spaniens herrscht hauptsächlich kontinentales Klima, mit sonnigen, heißen und trockenen Sommern und kalten Wintern. Der Süden Spaniens ist mit dem atlantischen und mediterranen Klima extrem heiß und trocken.

Die Rebsortenvielfalt ist in Spanien fast unüberschaubar, man vermutet dass es 600 sein können.
Wichtigste rote Rebsorten sind Garnacha, Tempranillo, Carinena, Graciano, Tinta de Toro, Mencía, Monastrell, Bobal, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah.
Wichtigste weiße Rebsorten sind Airén, Albarino, Verdejo, Viura, Palomina, Moscatel, Malvasia, Merseguere, Xarel-Io, Pedro Ximénez, Garnacha Blanca, Macabeo, Parellada, Chardonnay und Chenin Blanc.

Weinorte

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