Die Kanarischen Inseln

Die Kanarischen Inseln liegen vor der Westküste von Afrika und haben eine große Weinbaugeschichte vorzuweisen. Die Römer, die auf der Insel Fuerteventura landeten, entdeckten viele wilde Hunde und nannten die Inselgruppe deshalb “Insula Canaria”, was übersetzt Hundeinsel heißt. Die Spanier und Portugiesen begannen im 15. Jahrhundert Reben zu kultivieren. Angebaut wird auf den Inseln auf einer Rebfläche von etwa 9.000 Hektar. Eine Besonderheit ist der Rancio, ein Wein, der im oxidativen Ausbau hergestellt wird.
Auf allen sieben Inseln gibt es Rebflächen, auf einigen Inseln auch DOs.
Auf El Hiero werden vor allem Weißweine kultiviert, die Rebfläche beträgt ca. 300 Hektar.
Auf Gran Canaria gibt es 2 DO-Bereiche, DO Gran Canaria und DO Monte Lentiscal. Es wird vor allem Rotwein produziert, der unter “Tinto del Monte” bekannt ist.
Auf La Gomera stehen nur rund 100 Hektar unter Reben. Die Rebflächen befinden sich teils auf terrassierten Steilhängen.
Auf Lanzarote werden auf etwa 2.000 Hektar Weinbau betrieben. Die Reben finden auf dem Vulkangestein ideale Bedingungen. Sie werden in künstliche Mulden gepflanzt.
Auf La Palma gibt es ungefähr 1.000 Hektar Rebfläche. Produziert werden zu 80 % Weißweine, vor allem aus der Rebsorte Listan Blanco.
Auf Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln gibt es fünf DO-Bereiche (DO Abona, DO Tacoronte-Acentejo, DO Valle de Guimar, DO Valle de la Orotava und DO Ycoden-Daute-Isora). Die Weine aus Teneriffa haben durch das ausgeglichene Klima und dem Lavaboden ein besonderes Aroma.