Südafrika

In Südafrika wird schon seit 350 Jahren Weinbau betrieben. Der aus den Niederlanden stammende Arzt, Jan van Riebeeck pflanzte die ersten Rebstöcke am Kap an, da dort eine Versorgungsstation der niederländischen Ostindienkompanie einen Stützpunkt hatte. Da auf den langen Seereisen der Wein haltbarer als das Süßwasser ist und er sich auch positiv auf die Krankheit Skorbut auswirkte, pflanzte er die ersten Reben im Jahre 1655 und drei Jahre später wurde der erste Wein in Südafrika gekeltert. Die südafrikanischen Bauern versuchten sich auch im Rebanbau, doch aufgrund ihrer Unerfahrenheit scheiterte dies. Erst als etwa 20 Jahre später französische Hugenotten ins Land kamen, wurde der Weinbau belebt. Im Jahre 1679 wurde van Riebeeck durch den Holländer Simon van der Stel ersetzt, einem Weinliebhaber und zugleich hatte er gute Kenntnisse im Weinbau und gründete ein 750 Hektar großes Weingut. Die Entwicklung im Weinbau schritt schnell voran, doch Mitte des 19. Jahrhunderts während der englischen Kolonialzeit kam es zu Rückschlägen. Erst nach Ende der Apartheid im Jahre 1993/94 und mit der Öffnung der Weltmärkte ging es mit dem Weinbau wieder aufwärts.

Eigentlich ist das Klima für den Weinbau zu warm, doch durch die Lage zwischen den beiden Ozeanen und dem Benguelastrom wird das Klima ideal und die Reben können gut gedeihen. In den küstennahen Gebieten, wo sich die meisten Weinbaugebiete befinden ist durch die kühlen Meeresströmungen ein gemäßigtes Klima mit viel Niederschlag und mit niederen Nachttemperaturen. Im Inneren des Landes ist das Klima heiß und trocken und ohne künstliche Bewässerung ist der Weinbau nicht möglich. Das Land ist teils bergig und die Bodenbeschaffenheit vielfältig, von Granit- und Schieferböden, Sand- und Tonböden, fruchtbares Schwemmland, Sandsteinverwitterungen, Grasböden und Steinböden in den bergigen Gebieten ist alles vorhanden.
Momentan werden die Trauben auf einer Rebfläche von über 100.000 Hektar kultiviert. Von kräftigen Rotweinen bis zu frischen und fruchtigen Weißweinen ist alles vorhanden. In den kühleren Zonen wird oft der Sauvignon Blanc angebaut und die weiße Sorte Chenin Blanc ist die am meisten verwendete Rebsorte. Die südafrikanischen Chardonnays sind eine wahre Spezialität. Die Sorten Cabernet Sauvignon, Colombard, Merlot, Pinotage, Shiraz und Sauvignon Blanc sind die bekanntesten weißen Sorten.
Wichtigste rote Rebsorten sind Pinotage, eine Kreuzung aus Cinsaut und Pinot Noir und die Rebe Sultana (Thompson Seedless), eine kernlose Tafeltraube die aber auch zur Weinproduktion verwendet wird. Es werden bei den roten aber auch Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot, Pinot Noir und viele einheimische Rebsorten, wie die Pinotage angebaut.

Das südafrikanische Qualitätsweinsystem wurde im Jahre 1973 eingeführt, das sogenannte Wine of Origin-System (WO-System). Die Qualität des Weines wird durch den Standort des Weinberges als auch durch den Winzer bestimmt. Das Siegel auf der Flasche garantiert die Angaben zu der Herkunft, den Rebsorten und dem Jahrgang. Für die Überwachung und Zertifizierung der Weine ist Wine and Spirit Board zuständig. Die Bezeichnung “Estate Wine” garantiert, daß der Wein auf einem registrierten Weingut angebaut und produziert wurde. Bei der Angabe des Jahres muß ein Anteil von 85 Prozent des in der Flasche enthaltenen Weines sein.

In Südafrika gibt es fünf große Weinanbaugebiete, die wiederum in kleinere Distrikte unterteilt werden.

– Cape South Coast
– Olifants River
– Coastal Region
– Little Karoo
– Breede River Valley

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Cape South Coast

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